Rechtsanwalt Dr. Christof Bernhart

Ich kämpfe für Ihr Recht – Ich lege Ihren Streit bei

Veröffentlichungen

- Die Werbebeschränkung für wissenschaftliche Berufsarten als Problem der Grundrechte, Dissertation, Bern 1992.

- Werbung der Rechtsanwälte - Ansätze für verfassungsrechtliche Neubewertung, Plädoyer (Zürich), Jg. 11, 1993, S. 32 - 40.

- Werbung und publizistische Kommunikation im Anwaltsgesetz des Bundes und ihre Grundrechtskonformität, Aktuelle Juristische Praxis (Lachen), Jg. 14, 2005, S. 1177 – 1182.

- Regeln der Jurisprudenz
Die Grundsätze und Methoden der Rechtswissenschaft als professionelle Standards

Die vorliegende Arbeit geht von einem simplen Befund aus, der gleichwohl nicht gebührend beachtet wird: Die Rechtswissenschaft beschränkt sich zunehmend auf eine Gesetzestechnik. Es handelt sich um einen allmählichen Abbau, der aber bereits konkrete Auswirkungen zeitigt. Sie reichen bis auf das Selbstverständnis der Berufsangehörigen, denen die Vorstellung, einen wissenschaftlichen Beruf auszuüben, zunehmend abhanden kommt. Die Wissenschaftlichkeit der Jurisprudenz wird allerdings verschiedentlich in Zweifel gezogen. Die verbreitete methodische Ratlosigkeit und berufsethische Beliebigkeit machen die Klärung des Selbstverständnisses des Juristen notwendig. Das Ziel dieses Buches besteht darin, die wissenschaftlichen Grundsätze und Methoden zu definieren und ihre praktische Bedeutung als professionelle Standards darzustellen. Es soll in einer knappen Darlegung eine in sich schlüssige Konzeption präsentiert werden. Dafür ist es erforderlich, Aspekte zu behandeln, die in der Literatur keine gebührende Berücksichtigung finden. Hier sollen nicht abermals die gängigen Positionen der Rechtsphilosophie und der Methodenlehre wiederholt werden. Die Arbeit erhebt zwar den Anspruch einer Abhandlung. Es handelt sich aber auch um ein Manifest, das über die Behandlungsweise des positiven Rechts hinausführt, mit dem Ziel, im Recht mehr als eine blosse Spielregel der Gesellschaft zu sehen.

- Die professionellen Standards des Rechtsanwalts
Ein Handbuch zum Anwaltsrecht

Gegenstand des Buches ist eine umfassende wissenschaftliche Behandlung der Berufsausübung des Anwalts. Es stellt den unabhängigen Versuch einer systematischen Aufarbeitung dar. Ziel der Systematisierung ist eine stringente, auf das Wesentliche reduzierte Darstellung der geltenden beruflichen Anforderungen, insbesondere die praxisgerechte Darstellung konkreter und präzise umschriebener, allgemeingültiger und universeller beruflicher Standards. Damit soll der Zugang zum Berufsrecht für Studierende und Berufsangehörige ermöglicht werden. Dem Berufspraktiker bieten sich Antworten auf alle heiklen Fragen der Berufsausübung und dem Rechtsanwaltsanwärter sichere Einblicke in die beruflichen Standards. Berücksichtigt werden die Rechtsordnungen mit Lehre und Rechtsprechung in allen deutschsprachigen Ländern, so dass sich die Abhandlung an praktizierende und angehende Rechtsanwälte in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet.

Neben den persönlichen Standards der Pflicht zur Wahrung des Rechts, des Ethos, der Vertrauenswürdigkeit, der Mandanteninteressen, der Unabhängigkeit, der Sachlichkeit, der Vertraulichkeit und der Kollegialität sowie den methodischen Standards einer richtigen Fallbearbeitung werden zum ersten Mal im deutschen Sprachraum auch die fachlichen Standards einer eingehenden Darstellung unterzogen. Dabei wird festgestellt, dass die Sorgfaltspflicht des Rechtsanwalts sich in der Pflicht zur Anwendung der Grundsätze und Methoden der Rechtswissenschaft, der Pflicht zur Anwendung des Erkenntnisstandes der Rechtswissenschaft sowie der Pflicht zur Beachtung einer juristischen Indikation konkretisiert, so dass ein Vorgehen de lege artis definiert wird. Damit wird dem Leser etwas grundsätzlich Neues geboten und die Sorgfaltspflicht des Rechtsanwalts neu definiert.

Anliegen des Autors ist es, dass trotz unvermeidlicher Globalisierung und Kommerzialisierung den Berufsangehörigen weder das berufliche Selbstverständnis abhanden kommt, noch das Berufsethos auf der Strecke bleibt.

- Praxishandbuch der fürsorgerischen Unterbringung

Die zwangsweise Einweisung in eine psychiatrische Klinik stellt den wohl schwerwiegendsten Eingriff in die persönliche Freiheit eines Menschen dar. Die betroffenen Personen sind wegen ihres Zustandes besonders verletzlich; ihre Würde ist insbesondere im Anblick eines leidenden Menschen sinnlich wahrnehmbar und evident. Man muss sich deshalb nicht den Missbrauch der Psychiatrie in der ehemaligen Sowjetunion vor Augen führen, um zu realisieren, dass hier mit Besonnenheit und Respekt vorzugehen ist. Das neue Recht stellt trotz einigen Fehlleistungen des Gesetzgebers (ungenügende Umschreibung der materiellen Standards einer Zwangsbehandlung, zu kurze Verfahrensfristen, ungeeignete Delegation der Regulierung von ambulanten Massnahmen an die Kantone sowie fehlender Anspruch auf einen Rechtsanwalt im Unterbringungsverfahren) eine taugliche Grundlage dar, um dem schwierigen Problem des Zwangs gegenüber kranken Menschen gerecht zu werden. Es bleibt aber in jedem Einzelfall eine permanente Aufgabe, die Achtung vor jedem Mitmenschen zu wahren, der von einer Unterbringung oder Zwangsbehandlung betroffen ist. Das vorliegende Handbuch will eine Wegleitung zur sachgerechten, an der Menschenwürde ausgerichteten Anwendung des Gesetzes geben. Es richtet sich auch an die Ärzteschaft. Deshalb wurde ein besonderes Gewicht auf die Darstellung der verfassungsrechtlichen Grundlagen gelegt.